|
|
Foyer
Die Welt ist keine Scheibe. Ebenso ist das Auge kein unbestechliches Weitwinkelobjektiv,
denn lediglich im eigenen Horizont erschließt ein jeder seine Welt nur
für sich. Und über diese Grenze rette sich, was in der Literatur nur mit
philosophischen Mitteln gut werden kann - allgemein gut werden kann -
also Allgemeingut ist. Das Werk denkt, was nachfolgender Leser lenkt.
So liefert die Philosophie die Karte, in deren Topografie ich schreibe.
Doch der Leser zieht seine Spur, geht ihr nach - vollzieht nach Maßstab,
Gesichtskreis und seinem Geschmack. Erst auf diese Weise wird Literatur
universell. Geschmack? Aber ja! Gute Prosa setzt voraus, dass man ein
anspruchsvolles Sechs-Gänge-Menü liefert, welches dem Leser schmeckt;
er fordert genießende Zeit.
Ingo Treuner Mai 2010
Vita
Jahrgang 1941. Technisches Studium.
Liebt Philosophie, schätzt Bergtouren und mag Schach.
Schreibt gern und transportiert damit Leben ins Leben zurück.
War Projektmanager internationaler Bauvorhaben.
Geber von Seminaren und Workshops.
Veröffentlichungen
Fachschriften zur «Kybernetik thermodynamischer Prozesse» 1984 bis 1991
Kurzgeschichte mit Preis (Literaturwettbewerb Böblingen) 2004
Debütroman «Venus geht durch die Jungfrau» R.G. Fischer, Frankfurt 2004
Teilnehmer «Collektion deutscher Erzähler» Band 5 ebd. Frankfurt 2006
Erzählband «Schrittgestalten» Schardt, Oldenburg 2007
Teilnehmer
FDA Anthologie «Körpernah» ebd. Oldenburg 2008
Historischer Roman «Von Achthundertacht bis Mitternacht» Goslarsche Zeitung
2009
|